Magyar Vizsla
vom
Dickenberg

aktualisiert am:
18.05.2012

Rettungshund

(Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung von
Marion Deiwick und Heiko Nickel, www.vizsla-rettungshunde.de)

Es gibt verschiedene Gebiete, wo ein Rettungshund zum Einsatz kommt.
Die wohl bekannteste Form der Rettungshundearbeit ist die Ausbildung zum Lawinensuchhund. In den meisten Rettungshundestaffeln werden die Hunde für die Trümmer- und Flächensuche ausgebildet, während die Ausbildung zur Wassersuche und zum Wasserrettungshund seltener ist.

Der Vizsla arbeitet durch seinen angeborenen Such- und Finderwillen und Dank seiner hervorragenden Nase enorm schnell und sucht dabei große Flächen ab. Er gerät selbst bei hohen Temperaturen nicht so schnell außer Atem und liegt hier wortwörtlich einigen Hunden um Nasenlängen voraus.

(c) www.vizsla-rettungshunde.de
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Die Anforderungen an Hundeführer und Hund:

Der Hund:

Grundsätzlich eignet sich jeder Hund, egal ob nun Rasse- oder Mischlingshund, zur Ausbildung.
Der Hund sollte möglichst eine mittlere Größe (ca.50-65cm) haben, wesensfest und ausdauernd sein.
Eine gute Nasenveranlagung und ausgeprägter Such- und Stöbertrieb sind von Vorteil. Ebenso wird eine Geräuschunempfindlichkeit verlangt und der Hund darf keine aggressiven oder ängstlichen Verhaltensweisen gegenüber Menschen oder seinen Artgenossen zeigen.

Die Ausbildung des Hundes beginnt bevorzugt im Welpen- oder Junghundalter und dauert ca. 2-3 Jahre.

Der Hundeführer:

Er muss körperlich und psychisch beweglich, belastbar und gesund sein. Die Bereitschaft haben, jede Menge Freizeit in die Ausbildung, das ständige Training und in Einsätze zu investieren. Auch eine Portion Idealismus gehört dazu. Rettungshundearbeit ist kein "Hundesport" und als Lohn der Mühe gibt es keine Pokale etc. zu gewinnen.
Anerkennung und Dankbarkeit für die geleistete Arbeit sind nicht selbstverständlich.

(c) www.vizsla-rettungshunde.de
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Die Flächensuche:

Die Flächensuche wird angewendet bei vermissten Personen (z.B. verwirrte und orientierungslose Personen, Schockopfer nach Unfällen). Durch die Flächensuche kann innerhalb von kurzer Zeit ein großes, unübersichtliches und unwegsames Terrain abgesucht werden.
Die Hunde suchen stöbernd ohne Halsband und Leine. Voraussetzung dafür ist, dass der Hund zuverlässig auf die erlernten Sicht- und Rufzeichen reagiert und sich nicht durch Umgebungseinflüsse (z.B. Wild) ablenken lässt. Die gefundene Person wird durch anhaltendes Bellen angezeigt und darf dabei weder verlassen noch belästigt werden.

Die Trümmersuche:

Die Trümmersuche wird z.B. angewendet bei eingestürzten Gebäuden (durch Gasexplosionen, Erdbeben etc.). Auch heute, im Zeitalter modernster Technik, kann gerade bei der Trümmersuche nicht auf die Dienste der Hundenase verzichtet werden.
Bereits den jungen Hund sollte man an die unterschiedlichsten Untergründe gewöhnen wie Gitterroste, glatte und rutschige Flächen, wackelige Untergründe. Das Arbeiten auf wackeligen, unbefestigten Brettern, sowie das Erlernen des Leiterlaufens hat keinesfalls etwas mit Zirkuskunststückchen zu tun. Beim Einsatz wird von Seiten der Rettungskräfte oft eine Leiter an den Trümmerbereich herangestellt, damit der Hund in höherer Ebene seine Suche beginnen oder fortsetzen kann.
Die Trümmersuche erfordert vom Hund ein hohes Maß an Konzentration, er darf sich bei seiner Arbeit weder von Rauch, Lärm oder anderen Gerüchen (z.B. Lebensmittel) ablenken lassen. Auch in der Trümmersuche arbeitet der Hund ohne Halsband und Leine und soll so auf die Ruf- und Sichtzeichen des Hundeführers reagieren, damit dieser das Trümmerfeld nicht betreten muss.
Der Rettungshund zeigt durch Bellen die Stelle an, wo der stärkste Geruch des Verschütteten austritt, damit dort die Rettungsmannschaften mit der Bergung der Opfer beginnen können.

(c) www.vizsla-rettungshunde.de
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Die Wassersuche:

Bei der Wassersuche, in stehenden oder fließenden Gewässern, sucht der Rettungshund von einem Boot aus und nimmt damit die Witterung an der Wasseroberfläche auf.
Die Suche nach Ertrunkenen ist eine Leichensuche!
Die Wassersuche ist eine Besonderheit der Rettungshundearbeit, die daher speziell ausgebildet und trainiert werden muss und nur von wenigen Rettungshundestaffeln betrieben wird.

(c) www.vizsla-rettungshunde.de
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